Räuchereispezifische Anforderungen bei der Abluftreinigung

Das Thema Abluftreinigung in der Fleisch- und Fischverarbeitung ist gekennzeichnet durch ganz spezifische Probleme, die sowohl den betroffenen Fleischereibetrieb als auch die Genehmigungsbehörde häufig mit großen Schwierigkeiten konfrontieren.  

 

Lage des Betriebes:

Die Räuchereien sind häufig Versorgungsbetriebe in Wohngebieten oder Stadtzentren. Die beim Produktionsprozess freigesetzte Abluft (Rauch, Gerüche etc.) wirkt daher besonders belästigend auf die Anlieger.  

 

Betriebsgröße:

Finanzielle Aufwendungen für Luftreinhaltungsmaßnahmen belasten kleine und mittelständische Betriebe unverhältnismäßig stark.  

 

Spezielle Probleme der Emissionsminderung:

Fast alle Emissionen des Räuchereibetriebes sind organischen Ursprungs und bestehen aus fettigen, teerigen oder ölhaltigen Verbindungen, die zusätzlich stark geruchsbeladen sind. An die Filtertechnik erwachsen daraus erhöhte Anforderungen. Denn das Filtersystem muss gleichzeitig Feststoffe (Teer) und Gerüche abscheiden. Erschwerend kommt hinzu, dass viele konventionelle Feststoffabscheider durch Teer oder Fett schnell verkleben und schon bald unbrauchbar sind.  

 

Aus diesem Grund kam in Räuchereien lange Zeit häufig die Nachverbrennungsanlage zur Emissionsminderung zum Einsatz. Die hohen Energiekosten derartiger Anlagen führten jedoch insbesondere nach Einführung der Öko- und Energiesteuern zu einem Umdenken und zur Verwendung moderner Filtertechnik.


Fachartikel

Fleischwirtschaft.pdf

Bericht in der Fleischwirtschaft Dezember 2010

816 K