Hallenabsaugung

Hallenabsaugung/Hallenabsaugsysteme

Die Hallenabsaugung ist ein wichtiger Bestandteil der professionellen Abluftreinigung in stark abluftbelasteten Industriebranchen. Dabei umfasst der Begriff Hallenabsaugung neben der Einhausung und Filtration auch die Temperaturregelung und die Lüftungsanlage.

Je nach Anforderungen können unterschiedliche Ansätze für eine Hallenabsaugung verfolgt werden. Generell wird zwischen zentralen und dezentralen Systemen unterschieden. Zentrale Systeme erfassen die verunreinigte Abluft an einer zentralen Stelle in der Produktionshalle oder beispielsweise am Hallendach. Dezentrale Systeme erfassen und reinigen die verunreinigte Abluft direkt an der Emissionsquelle.

Die Entscheidung für ein zentrales oder dezentrales System beruht auf verschiedenen Faktoren. Neben der Größe der Produktionshalle spielen auch die Anordnung der Produktionsmaschinen, das Abluftvolumen sowie die Zusammensetzung und die Gleichzeitigkeit mit der die verunreinigte Abluft abgegeben wird eine wichtige Rolle.

Eine zentrale Hallenabsaugung funktioniert sowohl über ein Absaugungssystem an der Hallendecke als auch über einen Filterturm im Inneren der Produktionshalle. Systeme zur Hallenabsaugung unterhalb der Hallendecke sind beispielsweise die Schicht- oder Querlüftung. Bei einer Schichtlüftung werden sowohl auf Bodenhöhe als auch unterhalb der Hallendecke auf der gesamten Hallenfläche Lüftungsleitungen installiert. Das Prinzip der Schichtlüftung beruht auf den thermischen Eigenschaften von erwärmter Luft sowie dem Verdrängungsprinzip. Auf Bodenhöhe wird über Rohrleitungen und Ventile im Abluftbetrieb unverbrauchte Frischluft von außen, im Umluftbetrieb gereinigte Abluft von innen eingeführt. Diese zugeführte Luft verdrängt die verunreinigte Abluft in Richtung Hallendecke. Hier wird die Prozessabluft eingehaust und zum Filtermodul transportiert. Das Filtermodul reinigt die Prozessabluft und gibt sie je nach Zirkulationsart nach außen oder über die Bodenbelüftung wieder in die Produktionshalle ab.

Ein weiteres zentrales Hallenabsaugsystem ist die Querlüftung, auch Push-Pull-Lüftung genannt. Ähnlich wie bei der Schichtlüftung basiert auch dieses System auf dem Prinzip der Luftverdrängung. Dabei sind unterhalb des Hallendachs auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Produktionshalle Ein- und Auslassrohre montiert. Diese Rohrleitungen sind mit einem Filtermodul verbunden und bilden einen Lüftungskreislauf. Die verunreinigte Abluft steigt auf und wird durch den Luftstrom aus den Auslassrohrleitungen in Richtung Einlassrohre „gedrückt“ (push). Diese Verdrängung „zieht“ (pull) wiederum neue Frischluft aus den Auslassrohren.

Neben diesen rohrleitungsbasierten Hallenabsaugsystemen kann auch ein Filterturm eingesetzt werden. Dieser wird im Inneren der Produktionshalle in strategischer Nähe zu den jeweiligen Emissionsquellen platziert. Auch hier wird die verunreinigte Abluft eingesaugt und durch das Filtermodul gereinigt. Ein Filterturm kann in bestehende Lüftungssysteme wie z. B. einem Schichtlüftungssystem integriert werden. Zentrale Hallenabsaugsysteme kommen dort zum Einsatz, wo die Installation von dezentralen Abluftreinigungssystemen nicht möglich oder gewünscht ist.

Dezentrale Hallenabsaugsysteme wie die Hochleistungs-Abluftfiltersysteme von KMA Umwelttechnik setzen auf die Einhausung und Filtration der verunreinigten Abluft direkt an der Emissionsquelle. Dafür werden maßgeschneiderte Absaughauben mit einem leistungsstarken und energieeffizienten Elektrofilter kombiniert. Die maßgeschneiderte Absaughaube wird direkt oberhalb der Emissionsquelle platziert. Die verunreinigte Abluft wird eingehaust und zielgerichtet zum Filtermodul geleitet. KMA Abluftfiltersysteme erreichen eine Abscheidungsgrad von über 90 %. Die gereinigte Abluft kann anschließend über bestehende Lüftungsanlagen im Abluft- oder Umluftbetrieb weitertransportiert werden.

Für alle Hallenabsaugsysteme ist die Kombination mit Wärmerückgewinnungssystemen möglich.