Fertige Einzelteile nach dem Vulkanisationsprozess

Abluftreinigung und Wärmerückgewinnung in der Vulkanisation

Filtersysteme für die Kautschuk- und Gummiverarbeitung

Seit ihrer Erfindung durch Charles Goodyear 1839 ist die Vulkanisation das Schlüsselverfahren in der Herstellung von elastomeren Kunstoffen. Der Begriff wird für alle Verfahren verwendet, durch die Kautschuk, Gummi und andere Elastomere aus dem Zustand vorwiegender Plastizität, in einen Zustand vorherrschender Hochelastizität gebracht werden.
Ob Schwefelvulkanisation oder Heißluftvulkanisation – alle Vulkanisationsverfahren setzen mit der Abluft starke Verunreinigungen frei und sehen sich der anspruchsvollen Frage der umfassenden, kosten- und energieeffizienten Abluftreinigung gegenüber.

Neben der hochgradigen Abscheidung von Verunreinigungen, wie Partikeln oder öligen und pastösen Aerosolen, steht in diesem Anwendungsbereich besonders die Abscheidung von Gerüchen und die effiziente Rückgewinnung von thermischer Energie im Vordergrund. Als Experte für Abluftreinigung mit mehr als 60 Jahren Erfahrung in den unterschiedlichsten Branchen, ist KMA Umwelttechnik Ihr zuverlässiger Partner für ein ganzheitliches Abluftreinigungskonzept in der Kautschuk- und Kunststoffvulkanisation.

Hochgradige Abluftreinigung bei der Vulkanisation

Wie auch an anderen Stellen der Kunststoffverarbeitung fallen auch während des Vulkanisationsprozesses große Abluftvolumina an. Um diese umfassend und gemäß den gesetzlichen Vorgaben zu reinigen, setzen viele Unternehmen auf energieintensive Nachverbrennungsanlagen. Eine ressourcenschonende Alternative sind die leistungsstarken Abluftreinigungssysteme von KMA Umwelttechnik. Dank ihrer modularen Bauweise können diese Anlagen individuell an den Anwendungsfall und Kundenwunsch angepasst werden.

Je nach Abluftsituation wird entweder auf einen Röhren- oder Plattenelektrofilter zurückgegriffen, welcher die Abluft umfassend von öligen und pastösen Aerosolen, Dämpfen, Partikeln und anderen Verschmutzungen reinigt. Darüber hinaus kann das KMA Abluftreinigungssystem dank seines modularen Aufbaus um weitere Komponenten erweitert und individualisiert werden.

In der Regel werden mehrere Vulkanisationsanlagen gleichzeitig in Betrieb genommen, so dass in regelmäßigen Abständen große Mengen stark belasteter Abluft an unterschiedlichen Quellen an die Umgebung abgegeben werden. Hier setzt KMA auf seine passgenauen Erfassungshauben. Diese werden direkt oberhalb der Emissionsquelle angebracht und erfassen so zuverlässig die verunreinigte Abluft, bevor diese in den Arbeitsbereich der Mitarbeiter gelangen kann. Alternativ kommen Anschlussstutzen am Ofen zum Einsatz.

Durch seinen leistungsstarken und anwendungsbezogenen Aufbau erreicht das KMA Abluftreinigungssystem je nach Anwendung eine Abscheidungsleistung von bis zu 99 %.

Das KMA Abluftreinigungssystem kann mit dem automatischen Filterreinigungssystem (CIP) ausgestattet werden. Dieses vollautomatische Reinigungssystem entfernt zuverlässig alle Filterrückstände, ohne dass ein Austausch des Filtermediums notwendig wird. Darüber hinaus können auch Module zur Wärmerückgewinnung und Geruchsabscheidung kombiniert werden.

Integrierte Wärmerückgewinnung reduziert die Betriebskosten

Die Vulkanisation von Kautschuk und Kunststoffen benötigt sehr hohe Temperaturen, meist liegen diese zwischen 120°C und 160°C. Daher birgt dieses Verfahren ein hohes Wärmerückgewinnungspotenzial. Gerade in Vulkanisationsverfahren wie z B. der Heißluftvulkanisation, die auf dem Umluftprinzip basieren, können durch den Einsatz innovativer Wärmerückgewinnungssysteme große Kosteneinsparungen realisiert werden.

Abhängig vom Anwendungsfall und Kundenwusch besteht das Wärmerückgewinnungssystem aus einem oder mehreren Wärmetauschern, die bei Bedarf mit der Hochleistungs-Wärmepumpe KMA Ambitherm® verbunden werden können. Das KMA Wärmerückgewinnungssystem ist dem KMA Elektrofiltermodul nachgeschaltet, damit die thermische Energie aus dem gereinigte Abluftstrom hochgradige zurückgewonnen werden kann. Diese Energie kann anschließend wieder in den Produktionskreislauf eingespeist oder aber für Folgeprozesse oder andere Anwendungen genutzt werden. So können Unternehmen einfach und effizient Betriebskosten reduzieren und gleichzeitig eine positive Verbesserung der eigenen Öko-Bilanz erreichen.

Geruchsemissionen reduzieren

Neben der Wärmerückgewinnung steht auch die hochgradige Abscheidung von Gerüchen ergänzend zu den Abluftfiltern von KMA zur Verfügung.
Die hohe Geruchsbelastung der Abluft stellt kunststoffverarbeitende Vertriebe weltweit vor die Frage nach einer energie- und kosteneffizienten Abscheidung dieser Gerüche. KMA Umwelttechnik setzt dabei auf ein UV-Licht-Modul. Dieses Modul entfernt zuverlässig geruchstragende Moleküle aus dem Abluftstrom. Die Zahl der UV-Licht-Module wird dabei auf die Geruchsbelastung angepasst. Je nach Anwendungsfall können diese Module auch mit dem KMA Aktivkohlefilter kombiniert werden.

KMA Abluftreinigungsanlagen eignen sich u. a. für folgende Vulkanisationsverfahren:

  • Schwefelvulkanisation,
  • Salzbadvulkanisation,
  • Heißluftvulkanisation,
  • EPDM-Vulkanisation,
  • Vulkanisation von Polychlorbutadien,
  • Peroxid-Vulkanisation und
  • Vulkanisation mit energiereicher Strahlung

Unser Experte für Abluftreinigung und hochgradige Wärmerückgewinnung bei der Vulkanisation

Vulkanisation

Jörg Lampe

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Vorteile des KMA Abluftreinigungskonzepts:

  • Der innovative Filteraufbau garantiert eine hohe Energieeffizienz
  • Automatisches Filterreinigungssystem (CIP) ermöglicht eine zeit- und kostenschonende Reinigung
  • Filtration ohne Leistungsverlust als kosten- und energieeffiziente Alternative konventioneller Abluftreinigungssysteme
  • Erfüllt Anforderungen gängiger nationaler und regionaler Auflagen zum Umweltschutz (BImSchG, TA Luft)
  • Modularer Aufbau für individuelle Kombination mit Modulen zur Geruchsabscheidung und Wärmerückgewinnung
  • Hochwertige Edelstahlkonstruktion für geringen Materialverschleiß und Langlebigkeit. Ein aufwendiger Austausch von Filterelementen entfällt.

KMA ULTRAVENT® – modular und flexibel

KMA ULTRAVENT® ist ein modulares Abluftreinigungssystem, bestehend aus den folgenden Filterbausteinen:

Die ULTRAVENT® Demisterzellen ermöglichen eine hohe Trennleistungen bei Aerosolen, Tröpfchen und Nebeln.

Die KMA ULTRAVENT® Demisterzellen bestehen aus stabilen 50 mm starken Edelstahl-Drahtgeflechten, die an- und abströmseitig durch ein Streckmetallgitter fixiert werden. Die besondere Walzung des Drahtes ermöglicht hohe Trennleistungen bei Aerosolen, Tröpfchen und Nebeln. Die Zellen lassen sich durch automatisch reinigen. Ein Austausch der Demisterzellen ist nicht nötig.

KMA ULTRAVENT® Elektrofilter zur hochgradigen Abluftreinigung

Der KMA Elektrofilter erreicht eine hochgradige Abscheidung von feinsten Partikeln, öligen und pastösen Aerosolen oder Dämpfen – ganz ohne Verkleben oder Druckverlust. Partikel, Aerosole und andere Verunreinigungen im Abluftstrom werden elektrostatisch aufgeladen und an den Kollektorplatten abgelagert. Das Filtermodul wird in regelmäßigen Abständen automatisch gereinigt. So entfällt der aufwendige Filteraustausch. KMA Elektrofilter zeichnen sich durch ihre hohe Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit aus.

Freiliegende Hepa-Kasetten beim mechanischen Filter

Das KMA Modulfiltersystem verfügt über eine große Bandbreite mechanischer Filterzellen für fast jedes Anwendungsgebiet. Die mechanischen Filterzellen von KMA Umwelttechnik können sowohl als Vorfilter (Filterklasse G), als leistungsstarke Hauptfilter (Filterklasse F) und als HEPA-Filter (Filterklasse H) mit hoher Abscheideleistung eingesetzt werden.

Bei der Reinigung von Abluft kann durch Integration eines Wärmetauschers gleichzeitig die Rückgewinnung von Prozesswärme ermöglicht werden.

Für eine zeit- und energieeffiziente Rückgewinnung wertvoller Prozessabwärme nutzt KMA Umwelttechnik sein integriertes Wärmerückgewinnungssystem. Dieses System besteht aus dem effektiven KMA Wärmetauscher und – je nach Anwendungsfall und Kundenwunsch – der leistungsstarken KMA Ambitherm® Wärmepumpe. Die zurückgewonnene Wärme kann anschließend in den Produktzyklus zurückgeführt, sowie für andere Zwecke genutzt werden. Das KMA Wärmerückgewinnungssystem ist Teil des KMA Abluftreinigungssystems und wird daher ebenfalls in regelmäßigen Abständen durch das automatische Filterreinigungssystem (CIP) gereinigt.

Leistungsstarke Geruchabscheidung durch KMA UV-Licht

Das innovative KMA UV-Licht-Modul ist ein elementarer Bestandteil der Abscheidung intensiver geruchstragender VOC-Moleküle. Dies geschieht durch Photooxidation, wodurch eine deutliche Verbesserung der Geruchsbelastung erreicht wird. Abhängig von der Geruchsbelastung des Abluftstroms ermöglicht das KMA UV-Licht-Modul eine vollständige Geruchsabscheidung.

Für eine umfassende Abscheidung ist das UV-Licht-Modul, wie auch der Aktivkohlefilter, dem Elektrofilter nachgeschaltet. So wird eine umfassende Partikelabscheidung gewährleistet. Nach der UV-Oxidationsstufe ist entweder eine Reaktionsstrecke oder Katalysatorkohle zum Abbau des Ozons notwendig.

KMA Aktivkohlefilter zur Geruchsabscheidung absorbiert hochwirksam viele Gerüche und Dämpfe.

Neben dem KMA UV-Licht-Modul setzt KMA zur Abscheidung von geruchstragenden Dämpfen, Nebeln oder Aerosolen auch den KMA Aktivkohlefilter ein. Hier lagern sich die geruchstragenden Moleküle auf der porösen Oberfläche an. Der KMA Aktivkohlefilter ist dem KMA Elektrofilter nachgeschaltet, um ein optimales Reinigungsergebnis zu erreichen.

Der KMA Abgaswäscher arbeitet nach dem Absorptionsprinzip und scheidet so Gerüche, Gase und Dämpfe ab.

KMA nutzt für eine umfassende Abscheidung geruchstragender Aerosole, Gase, Dämpfe oder Nebel seinen innovativen KMA Abgaswäscher. Dieser funktioniert nach dem Absorptionsprinzip, mithilfe einer geeigneten Waschflüssigkeit werden die Verunreinigungen gebunden und abgeschieden. Kombiniert mit dem KMA Elektrofilter oder dem mechanischen Filter von KMA erreicht der KMA Abgaswäsche eine hohe Abscheideleistung bei einem gleichzeitig nur geringen Wasserverbrauch.

Das automatische Filterreinigungssystem (CIP) von KMA Umwelttechnik kann in jede KMA Abluftfilteranlage integriert werden. Es reinigt das Filtermodul effizient und ohne Produktionsausfall oder Personalaufwand und kann individuell programmiert werden.
Das automatische Filterreinigungssystem (CIP) von KMA Umwelttechnik kann in jede KMA Abluftfilteranlage integriert werden. Der Reinigungszyklus des Filtermodul erfolgt effizient und ohne Produktionsausfall oder Personalaufwand und kann individuell programmiert werden.

Das automatische KMA Abluftreinigungssystem CIP („cleaning in place“) ist für viele Anwendungsgebiete ein elementarer Teil des KMA Abluftreinigungskonzeptes. Dabei umfasst die Reinigung des Filterreinigungssystems CIP keinesfalls nur den KMA Elektrofilter, auch angegliederte Filterkomponenten, wie das KMA UV-Licht-Modul oder der KMA Wärmetauscher werden im Waschzyklus von Filterrückständen befreit.

Das KMA Filterreinigungssystem nutzt einen beweglichen Düsenstock und garantiert so ein unerreichtes Reinigungsergebnis. Es kann vollautomatisch und individuell programmiert werden – für eine regelmäßige Reinigung ohne hohen Personalaufwand. Die intelligente Steuerung sorgt dabei für einen geringen Verbrauch von Waschwasser und Reinigungsmitteln. So wird der Wartungsaufwand für das gesamte Abluftreinigungssystem stark reduziert.

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