Regenerative Nachverbrennung

Regenerative Nachverbrennung (RNV)

Die regenerative Nachverbrennung (RNV), auch regenerative thermische Oxidation (RTO) genannt, ist ein Vere Form der thermischen Nachverbrennung. Das Ziel der RNV ist es, mithilfe von Wärmerückgewinnung den Verbrauch fossiler Energieträger in der Nutzung der regenerativen Nachverbrennungsanlage zu reduzieren. RNV-Anlagen werden primär in der Lebensmittelindustrie in Räucher- sowie Frittier- und Bratanlagen eingesetzt.

Die regenerative Nachverbrennung basiert auf einem mehrstufigen-System in dem die verunreinigte Abluft durch mehrere Kammern geführt und abgeschieden wird. Dabei fließt der verunreinigte Abluftstrom in einem ersten Schritt in eine Reaktorkammer. Eine RNV-Anlage kann aus mehreren Reaktorkammern bestehen, die an der Oberseite mit einer Oxidationskammer verbunden sind. Jede Reaktorkammer ist mit einem sogenannten Reaktorbett, einem Wärmetauscher aus Keramik, ausgestattet. Während der Abluftstrom die Reaktorkammer durchströmt gibt er seine thermische Energie an das Reaktorbett ab. Anschließend fließt die Abluft in die Oxidationskammer, wo sie mithilfe eines Gasbrenners auf bis zu 860°C erhitzt wird. Im Zuge der Erwärmung oxidieren die enthaltenen Schadstoffe und werden abgeschieden. Anschließend teilt sich der Abluftstrom und fließt durch die verbliebenen Reaktorkammern. Dort wird seine thermische Energie an die dortigen Reaktorbetten abgegeben. Ist in einer dieser Reaktorkammern eine festgelegte Temperatur erreicht, so wird der Abluftstrom mithilfe eines Klappensystems um- und durch diese erwärmte Kammer geleitet. Der Reinigungsprozess beginnt von vorn.

Für eine optimale Nutzung fließt der Abluftstrom immer wechselweise durch die jeweiligen Reaktorkammern. Das Ziel der regenerativen Nachverbrennung ist es die konstante Zugabe von externen Brennstoffen so weit wie möglich zu reduzieren. Diese Form der Nachverbrennung eignet sich besonders für die Abscheidung von hohen VOC-Belastungen. Hierbei erreichen RNV-Anlagen bei kontinuierlichem Betrieb vergleichbare Abscheidewerte wie thermische Nachverbrennungssysteme.

Die regenerative Nachverbrennung kann einen thermischen Wirkungsgrad von bis zu 97 % erreichen, was sie, verglichen mit anderen Systemen, zum energieeffizientesten Nachverbrennungssystem macht. Verglichen mit elektrostatischen Abluftreinigungssystemen, benötigen RNV-Systeme jedoch große Mengen fossiler Energien. Dieser kontinuierliche Einsatz fossiler Brennstoffe, wie z. B. Erdgas, wirkt sich trotz der hohen Regeneration von thermischer Energie negativ auf die Öko-Bilanz und den CO2-Fußabdruck der Produktion aus. RNV-Anlagen erreichen eine Reinluftqualität von etwa 5 mg Kohlenstoff pro Kubikmeter (m3) Luft. Damit entspricht die regenerative Nachverbrennung den Anforderungen der TA-Luft Verordnung.

Eine energieeffiziente Alternative bieten die Abluftfiltersysteme von KMA Umwelttechnik. Sie zeichnen sich durch eine hohe Abscheideleistung bei gleichzeitig sehr guter Energieeffizienz aus. Der Energieverbrauch einer Elektrofilterzelle entspricht dem einer 100 W Glühbirne – bei einer durchschnittlichen Abluftmenge von 5000 m3/h. Wird das KMA Abluftfiltersystem darüber hinaus mit einem Wärmerückgewinnungssystem aus Wärmetauscher und Wärmepumpe kombiniert, wird aus der Abluftreinigung zusätzlich Energie zurückgewonnen, die vorher ungenutzt blieb. Diese zurückgewonnene Energie kann anschließend für Folgeprozesse genutzt werden und reduziert so abermals den Energieverbrauch der Produktion.