Abgasreinigung

Abgasreinigung

Abgasreinigung Hybridfilter

Der Begriff Abgasreinigung beschreibt die Abscheidung von verunreinigenden Partikeln, Ölen oder Aerosolen aus Abgasen. Dabei handelt es sich um Gas- bzw. Luftmassen mit erhöhter Temperatur, wohingegen sich der Begriff Abluftreinigung auf die Reinigung von Gas- bzw. Luftmassen mit niedriger Temperatur bezieht.

Grundsätzlich kommen für die Abgasreinigung in industriellen Produktionsanlagen wie z.B. Räuchereien verschiedene Verfahrensweisen der Luftreinhaltung zum Einsatz: Die Methode der konventionellen Nachverbrennung (wie z.B. die thermische Nachverbrennungsanlage (TNV) oder die katalytische Nachverbrennungsanlage (KNV)) oder sogenannte Hybridfilter, bestehend aus mehreren Filterbausteinen.

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KMA Aairmaxx Hybridfilteranlage zur Abgasreinigung einer Fleischwarenproduktion

Für die Erfüllung der deutschen TA Luft Vorgaben müssen Produktionsbetriebe den vorgegebenen Reingaswert von einer maximalen Massenkonzentration für Gesamtkohlenstoff von 50 mg/Nm3 einhalten, die Geruchseinheiten müssen unter 3.000 GE/m³ gehalten werden und der Formaldehyd-Grenzwert muss unter 10 mg/Nm3 liegen. Zusätzlich durchlaufen z.B. neue industrielle Rauchanlagen bereits in der Planungsphase ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG).

Bei dem Verfahren der Thermischen Nachverbrennung (TNV) wird die Abgasmasse stark erhitzt. Nachverbrennungsanlagen müssen mit hohen Temperaturen über 750°C betrieben werden, um Emissionen und Gerüche aus den Räuchereiabgasen hinreichend abzuscheiden. Dabei werden die Verunreinigungen, meist organische Lösungsmittel, durch Oxidation in CO2 und Wasser umgewandelt. Dieses Verfahren führt in Folge zu keiner Reduktion der CO2-Emissionen und positiven Verbesserung der unternehmenseigenen Öko-Bilanz. Das Ziel der gereinigten Abluft wird zwar zu Lasten der Umwelt erreicht, führt jedoch zu gesteigerten Betriebskosten: Die für diese hohen Temperaturen notwendige Zufuhr an fossilen Energieträgern verbraucht immense natürliche Ressourcen sowie Energiekosten und setzt Sekundäremissionen, wie NOx und CO2, frei.

Als nachhaltige Alternative arbeitet der mehrstufige Hybridfilter (Aairmaxx) mit zwei Filtermodulen, um gleichzeitig Feststoffe (Teer) und Gerüche abzuscheiden. Konkret wird der Rauch in zwei Schritten, zuerst durch elektrostatische Aufladung abgeschieden und anschließend zur Filterung von Gasen und Gerüchen gewaschen. Der erste Schritt erfolgt mit Hilfe eines elektrischen Partikelabscheiders (Elektrofilter) welcher Fettnebel, Ölrauch oder Räucherrauch aus dem Abgas abscheidet. Im zweiten Schritt werden unangenehme Gerüche dank eines Gas- und Geruchsabscheiders (Abgaswäscher zur VOC-Abscheidung) beseitigt.

Hybridfilter Abgasreinigung Vergleich Nachverbrennung

Die für den Kunden optimale technische Lösung zur Abgasreinigung vereint wirtschaftliche und ökologische Vorzüge. Ein Rechenbeispiel zeigt, dass bei modernen Filteranlagen Ökologie und Ökonomie nicht im Widerspruch stehen:
Die Rauchanlagen einer Fleischwarenproduktion werden mit einer maximalen Abluftmenge von 16.000 m3/h an sieben Arbeitstagen pro Woche mit einer täglichen Betriebsdauer von 24 Stunden betrieben. Bei Einsatz einer herkömmlichen TNV lägen die jährlichen Betriebskosten bedingt durch den hohen Erdgas- und Stromverbrauch bei etwa 713.000 Euro. Dabei wurden 5.760 Betriebsstunden und eine Brennertemperatur von 750°C zugrunde gelegt. Im Gegensatz dazu liegen die Betriebskosten des KMA Hybridsystems aktuell bei etwa 60.000 Euro. Sie setzen sich zusammen aus elektrischem Energieverbrauch, Verbrauch an Waschflüssigkeit und Entsorgung des ausgeschleusten Holzteeres. Das KMA Filtersystem spart damit im Vergleich 92 Prozent der jährlichen Betriebskosten einer Nachverbrennungsanlage ein.
Noch deutlicher aber ist der Öko-Effekt der eingesetzten Anlagentechnik: während der Betrieb einer TNV unter den genannten Einsatzbedingungen zu einer jährlichen CO2-Belastung von etwa 2.838 Tonnen führen würde, liegt der Carbon Footprint unter Verwendung eines KMA Filtersystems hingegen bei nur 133 Tonnen – das bedeutet 95 Prozent weniger CO2-Ausstoß. Die geplante Einführung einer CO2-Steuer würde diese Schere noch weiter öffnen, denn in der Diskussion ist eine ab 2020 bei etwa 35 Euro pro Tonne beginnende Steuer, die schon 2030 bei 185 Euro liegen soll.

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